Lahnschifffahrt und Lahnschleusen

Ihre wirtschaftliche Bedeutung haben sie längst verloren, die Schleusen in der Lahn. Heute dienen sie ausschließlich der Freizeitschifffahrt.

Der wohl älteste Hinweis auf Schiffsverkehr bis Diez stammt aus dem späten 13. Jahrhundert. Auch später wurde immer wieder – im Ergebnis erfolglos – über einen Ausbau diskutiert. So richtig Fahrt nahm das aber erst nach Ende der Kleinstaaterei auf. Dennoch kam das Projekt einem Staatsakt gleich. Erst mit Hilfe eines Staatsvertrags zwischen Nassau, Preußen, dem Großherzogtum Hessen, Kurhessen und anderen Staaten, war es ab 1841 möglich, die Lahn von Lahnstein bis Gießen schiffbar zu machen. Das sicherlich eindrucksvollste Bauwerk im Zuge dieses Ausbaus ist der 182 Meter lange Schiffstunnel bei Weilburg von 1847. Daneben gleicht eine Vielzahl an Schleusen das Gefälle aus. Manche sind auf ihren Innenseiten mit dem berühmten Lahnmarmor vor allem vom Dahlheimer Kapellenberg verkleidet und entstanden zwischen 1842 und 1848. Zeitweise waren mehr als 300 Arbeiter täglich auf den einzelnen Baustellen beschäftigt. Um ihren Durst zu stillen, eröffneten Schankwirte konzessionierte Buden, die sowohl Schaulustige als auch Arbeiter mit Bier und Branntwein versorgten. Vor allem sonntags soll es hoch hergegangen sein. Bei Dorlar entstand sogar eine Suppenküche für die Arbeiter, die der Baustelle lebten und nicht von ihren Familien versorgt werden konnten. Der Ausbau wurde offiziell am 3. Dezember 1848 dem Verkehr übergeben. Bald trat ein regelmäßiger Frachtverkehr ein, der aber praktisch in Wetzlar endete.

Schon im März 1857 begann die Erschließung des Lahntals durch die Wiesbadener Eisenbahngesellschaft. 1862 traf der erste Zug in Weilburg ein. Damit kam die Schifffahrt schon fast zum Erliegen und bis 1890 war sie bedeutungslos.

Seit den 1980er Jahren dient die Lahn oberhalb von Limburg nur noch der Freizeit- und Sportschifffahrt. An vielen Stellen kann man heute Boote mieten. Die Schleusen bestehen nach wie vor. Wer sie aber passieren will, muss die Tore selbst öffnen und schließen.

Lahnschleusen

  • Oberhaupt der Schleuse Altenberg

  • Oberhaupt der Schleuse Dorlar

  • Grundriss der Schleuse Oberbiel 1844 (LHAK, Best. 547,3, Nr. 863)

  • Kammer der Schleuse Oberbiel

  • Oberhaupt der Schleuse Dorlar

  • Unterhaupt der Schleuse Niederbiel

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