Alles fürs Kulturdenkmal

Meinen allerersten Auftrag werde ich nicht vergessen. Er begründete letztlich meine Freiberuflichkeit und lautete, für eines der berühmten Westerwälder Häuser mit Niederlass vor dem Abbruch eine Bauaufnahme anzufertigen und die Baugeschichte zu klären. Als ich dort ankam, setzte der Besitzer gerade die Kettensäge an einem Unterzug an, einem der wichtigsten statischen Bauteile. Ich konnte ihn davon überzeugen, dass das keine gute Idee ist.

Im Laufe der Zeit entstanden daraus weitere Aufträge. Eine kleine Auswahl an Untersuchungen an Kulturdenkmälern stelle ich auf eigenen Monatsblättern ausführlich vor: Die Lahnschleusen (März), Mühlen (Mai), einen denkmalpflegerischen Werteplan (Juli), Erfassung von Objekten auf Bundeswehrliegenschaften (August) oder die Dokumentation der ehemaligen Synagoge in Gronau-Epe (September). Dabei kann die Bearbeitungstiefe ganz unterschiedlich sein. Sie reicht von einer einfachen Fotodokumentation mit Raumbuch über das Aufmaß, das ich mittlerweile von einem Kollegen anfertigen lasse, bis hin zu Bauphasen- und Bindungsplänen. Dies – kombiniert mit Literatur- und Archivrecherchen – führt fast immer zu ganz neuen Ergebnissen. So konnte ein Raum im Unteren Schloss in Siegen, einem ehemaligen Gefängnis, nachgewiesen werden, in dem die Gestapo folterte.

Über die Bearbeitung einzelner Objekte oder Liegenschaften hinaus konnte ich zwischenzeitlich vier Denkmaltopographien in Südhessen erarbeiten. Hierfür werden alle Kulturdenkmäler einer Kommune oder eines Kreises in Wort und Bild erfasst. Im Text ist auf mindestens eine der fünf Bedingungen hinzuweisen, die ein Denkmal erfüllen muss: Dies sind künstlerische, wissenschaftliche, technische, geschichtliche oder städtebauliche Gründe. So will es das Gesetz.

Dabei nehme ich aber nicht nur die eigentliche Siedlungsfläche in den Fokus, sondern stelle den Menschen und seinen ganzen Handlungsraum in den Mittelpunkt. So wird manchmal der Übergang vom Kulturdenkmal zum Kulturlandschaftselement fließend.

Alles fürs Kulturdenkmal

  • Mönchhofkapelle

  • Kniestockhaus

  • Bindungsplan Unteres Schloss

  • Schloss und Schlossgarten

  • Mann-an-Mann-Decke vor Fachwerkwand

  • Pumpwerk und Siel

  • Jüdischer Friedhof

Kostenloses Angebot im 2. Quartal*

Bis zu zwei Stunden kostenlose Beratung zum Thema Archivrecherche.

Kontakt:
info(at)a-h-b(dot)de oder 06134 757761

Unsere Leistungen:
Archivrecherchen gehören zu (fast) jeder Forschung im weitesten Sinne. Ihre Ergebnisse geben oftmals wertvolle Antworten und Hintergrundinformationen. Nun gibt es aber eine Vielzahl an verschiedenen Archiven in Deutschland. Nicht alle kommen für Ihre Recherche in Frage. Damit Sie sich nicht im Archivdschungel verlieren, beraten wir Sie in einem Online-Gespräch, wo und wie Sie ansetzen können, um die gesuchten Archivalien zu finden.

*Das "Kleingedruckte":
- Sie sind eine Privatperson oder eine Einrichtung aus dem kulturellen Bereich, die sich mit Ihrer Familie und Familiengeschichte befassen oder aus anderen Gründen Einblick in Archive nehmen möchte.
- Die ersten drei Personen oder Institutionen, die uns kontaktieren, können dieses Angebot wahrnehmen.
- Um in den Genuss dieses Angebotes zu kommen ist das Datum der Kontaktaufnahme (2. Quartal 2021) wichtig, nicht das der Leistungserbringung.
- Die Leistungserbringung erfolgt möglichst innerhalb von drei Monaten nach Angebotsabfrage.
- Sie hatten in den letzten drei Jahren wegen dieses Themas noch keinen Kontakt zu uns.