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Denkmalpflege und Kulturlandschaft - Auswahl weiterer Projekte

Denkmaltopographie Kreis Groß-Gerau und Rüsselsheim

Der Kreis Groß-Gerau vermittel mit seinen Städten und Gemeinden Biebesheim, Bischofsheim, Büttelborn, Gernsheim, Ginsheim-Gustavsburg, Gross-Gerau, Kelsterbach, Mörfelden-Waldorf, Nauheim, Raunheim, Riedstadt, Rüsselsheim Stockstadt und Trebur zwischen Rhein, Main und der Schwelle zum Odenwald. Weite Teile sind alte Kulturlandschaft, deren Denkmäler innerörtlich und gelegentlich auch in der Flur erfasst und beschrieben waren. AHB hat diese Basiserfassung unter modernen Aspekten grundlegend erneuert. Dabei wurden alle Ortslagen und Gemarkungen systematisch begangen und die Objekte kartiert, fotografiert und beschrieben. Nach Abfassen der Einleitungstexte werden die Ergebnisse zur Publikation vorbereitet.

 

Im Schatten des Windes

Zur Planung der Standorte von Windkraftanlagen, des internen und externen Trassenverlaufes und der Zu- und Abwegung für die Baumaschinen ist die Kenntnis über den Bestand der vorhandenen, möglicherweise denkmalgeschützten Kleindenkmäler unabdingbar.
Das Kultur-Büro AHB begeht das Gelände, misst die Kleindenkmäler ein und überträgt die Daten auf eine Karte. Das Messgerät empfängt und verarbeitet sowohl GPS als auch GLONASS-Daten und kann unter guten Bedingungen den Standort mit einer Genauigkeit von rund 2,5 Metern erfassen. Als Kartengrundlage dient wahlweise eine TK 25 oder die amtliche Katasterkarte.

Denkmalpflegerischer Werteplan Bacharach

Im Rahmen der Aufnahme der Stadt Bacharach in das Städtebauförderprogramm "historische Stadtbereiche - städtebaulicher Denkmalschutz" und der damit verbundenen Voruntersuchung erstellte das Kultur-Büro AHB den Denkmalpflegerischen Werteplan. Aufgabe war es, die Wertigkeiten jedes einzelnen Gebäudes und aller Freiflächen innerhalb der Denkmalzone zu differenzieren, zu kontextualisieren und die historischen städtebaulichen Bezüge herauszuarbeiten.

Unteres Schloss in Siegen

Das Untere Schloss in Siegen stammt aus dem Übergang vom 17. zum 18. Jh. Der jüngste Teil der heute dreiflügligen Anlage, der Wittgensteiner Flügel, wurde 1717 fertiggestellt. Nach unterschiedlichen Nutzungen als Wohnraum und Sitz verschiedener Behörden erhielt er 1931 einen Anbau und wurde als Gerichtsgefängnis für das im Corps de Logis untergebrachte Amts- und Landgericht ausgebaut. Da in diesem Landgericht zeitweise auch Räume der Gestapo Siegen untergebracht waren, sollte AHB am Baubestand nach Spuren dieser Nutzung suchen, anhand archivalischer Recherchen die Nutzungsgeschichte verdichten und eine ausführliche Fotodokumentation des Bestandes anlegen. Ein Bauphasenplan und ein Bindungsplan der einzelnen Räume ergänzen die Arbeit.