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Archiv - Recherche - Texterstellung (Auswahl) |
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| Weilburg, Historische
Wasserleitung | | Der
steigende Wasserbedarf, vor allem ausgelöst durch die Einrichtung eines barocken
Lustgartens, führte in der Residenzstadt Weilburg am Ende des 17. Jahrhunderts
zu einem relativen Wassermangel. Dieser wurde im Jahr 1700 zunächst dadurch behoben,
dass bei der Brückenmühle, unmittelbar am Ufer der Lahn, ein wassergetriebenes
Kolbenpumpwerk erbaut wurde, das das Flußwasser in ein rund 50.000 Liter fassendes
Bassin im städtischen Kirchturm pumpte. Fast gleichzeitig wurden auf dem gegenüberliegenden
Prallhang der Lahn große Reservoire angelegt, deren Wasser - dem Prinzip der kommunizierenden
Röhren folgend - über eine eigens angelegte Brücke die Stadt, das Schloß und den
Lustgarten versorgte. Über dieses "Highlight" wasserbautechnischer Kunst hinaus
wurde die Entwicklung des Gesamtsystems anhand archivalischer Studien bis zur
Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert dargestellt. Ein Gemeinschaftsprojekt
von Landesamt für Denkmalpflege Hessen, FH Wiesbaden, FH Darmstadt, Stadt Weilburg
und AHB. Aufgabe von AHB war es, anhand ausführlicher archivalischer Studien die
Entstehung und Entwicklung dieses immer weiter verfeinerten Systems nachzuzeichnen.
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| Zwangsarbeiter |
| Ein großes Unternehmen aus der Region Mainz / Wiesbaden
will sich an dem Fonds zur Entschädigung von Zwangsarbeitern beteiligen. Es erteilte
den Auftrag, in einschlägigen Archiven nach entsprechenden Unterlagen zu recherchieren.
Trotz erheblicher Aktenverluste in den Archiven konnte eine DAF-Liste gefunden
werden, auf der für das Jahr 1944 Anzahl, Geschlecht und Nationalität der beschäftigten
Zwangsarbeiter nachweisbar waren. |
| Mainz, Casinogesellschaft "Hof
zum Gutenberg | | Die Casinogesellschaft "Hof
zum Gutenberg", eine der ältesten geselligen Vereinigungen in der Stadt Mainz,
wünschte für eine Jubiläumsveranstaltung eine ausführliche Darstellung ihrer Geschichte.
Dabei sollten besonders die unterschiedlichen Häuser, in denen die Gesellschaft
Domizil hatte und - soweit möglich - deren Einrichtung Berücksichtigung finden.
Weitere Schwerpunkte lagen in den Fragen, ob in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
Herren jüdischen Glaubens der Zutritt verwehrt wurde und warum die Gesellschaft
im Dritten Reich nicht verboten wurde. Nach ausführlichen Literatur- und Archivrecherchen,
die auch bislang unberücksichtigte Archivalien, wie Bauakten, umfassten, konnte
ein umfangreiches Manuskript vorgelegt werden. |
| Das Badehaus "Pariser Hof" in Wiesbaden |
| Das heutige Badehaus "Pariser Hof" liegt im Quellenviertel
Wiesbadens und ist eines der ältesten Badehäuser, die heute noch genutzt werden.
Seit seinem ersten archivalischen Nachweis aus dem Jahr 1724 befand es sich länger
als 100 Jahre in jüdischem Eigentum. Unter den Besitzern im 18. Jahrhundert befanden
sich auch zwei Rabbiner, zeitweise war die Synagoge in diesem Gebäude untergebracht.
Dieses Wissen zog den Schluss nach sich, das sich in einem Anbau aus dem Jahr
1735 eine Mikwe befand. Da die Renovierung eines Teiles des Gebäudes im Frühsommer
1999 abgeschlossen wurden, umfasste die Untersuchung ausschließlich intensive
Archivrecherchen, eine begrenzte Fotodokumentation, die Darstellung der wesentlichen
Bauphasen und neue Überlegungen zur Lage der vermuteten Mikwe. Publikation
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| Zukunft kleiner Gemeinden in Rheinland-Pfalz |
| In Zusammenarbeit mit einer Forschungsgruppe der Universität
Mainz wurden in ausgewählten Orten des Landes Rheinland-Pfalz anhand von Fragebogenleitfäden
Interviews mit Bewohnern geführt. Die Ergebnisse der Auswertung wurden 1995 veröffentlicht.
(Gemeinschaftsprojekt) Publikation Nachkriegszeit in Wittlich: Im Auftrag der
Stadt Wittlich wurden in Zusammenarbeit mit Kollegen anhand von Fragebogenleitfäden
mehr als 40 Interviews mit Zeitzeugen über die besondere Situation in der unmittelbaren
Nachkriegszeit geführt. Nach Auswertung der Gespräche wurden die Ergebnisse dieses
Projektes 1998 in der Reihe "Beiträge zur Geschichte und Kultur der Stadt Wittlich"
veröffentlicht. (Gemeinschaftsprojekt) |
| Festschrift zum 50. Geburtstag des Roten Kreuzes
in Rheinland-Pfalz | | Anhand ausführlicher Archiv-
und Literaturstudien sowie Befragung einzelner Gewährsleute mit einem Fragebogenleitfaden
wurde eine Broschüre erstellt, die im November 1997 zur Jubiläumsveranstaltung
veröffentlicht wurde. |
| Elster Produktion, Mainz-Kastel |
| Die Firma Elster Produktion ist heute eines der führenden Unternehmen
bei der Herstellung von Gasuhren und -apparaten. Bereits 1848 ließ sich Siegmar
Elster, der Firmengründer, in Berlin seine erste Erfindung im Zusammenhang mit
Gasuhren patentieren. Aufgrund ausführlicher Archivrecherchen konnten wesentliche
Eckpunkte der Firmengeschichte neu erfasst werden. Es wurde ein umfangreicher
Text erstellt, aus dem zum Anlaß des 150-jährigen Bestehen des Unternehmens die
Festschrift "Stationen der Geschichte" exzerpiert und veröffentlicht wurden. |
| Heimat und regionale Identität |
| Im Auftrag einer Marketinggesellschaft wurde ein Strukturpapier
entwickelt, welches Zeitungen, vor allem deren Lokalredaktionen über die Begriffe
Heimat, lokale und regionale Identität wissenschaftlich fundiert informiert. Ein
daran anschließender Workshop vermittelte den Mitarbeitern der Marketinggesellschaft
den Umgang mit diesen Begriffen und deren Inhalten. Ziel dieser Arbeit ist es,
wissenschaftliche Themen effektiv mit Medienarbeit zu verbinden. |
| Mühlendokumentation
im ehemaligen Dill-Kreis | | Im Auftrag des Landesamtes
für Denkmalpflege Hessen wurde ein Konzept zur Dokumentation aller Mühlenstandorte
des ehemaligen Dill-Kreises erstellt. Dieser vormals eigenständige Landkreis bietet
sich für eine solche Untersuchung an, weil er im wesentlichen das vollständige
Gewässernetz der Dill umfasst. Unter Mühlen sind hierbei nicht nur Mühlen im klassischen
Sinne, sondern alle wassergetrieben Industriebetriebe zu verstehen. Es ist vorgesehen,
die Mühlenstandorte archivalisch zu lokalisieren und deren Geschichte zu dokumentieren
sowie an Ort und Stelle den rezenten Bestand anhand eines Inventarbogens aufzunehmen.
An ausgewählten Beispielen werden einzelne Mühlen exemplarisch bauhistorisch ausführlich
erfasst, ihre Ausstattung fotografisch dokumentiert und deren Funktion beschrieben,
die Gebäude aufgemessen und ihre Technikgeschichte umrissen. Die Gesamtdokumentation
wird durch "Mühlengeschichten", die Darstellung der Entwicklung der Industrie
des Dillgebietes und der Geschichte des Mühlenwesens ergänzt. |
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